Gelenk- und Wirbelsäulentherapie nach Dorn und Popp

(Katharina Uhlmann/Tanja Reckert)

Mit diesen Methoden lassen sich fehlgestellte Wirbel und Gelenke sanft korrigieren. Während der Patient beim Einrichten dynamisch Arme oder Beine schwingt, wird mit sanftem Druck auf den betroffenen Wirbel die Fehlstellung behoben.
Sowohl Beinlängendifferenzen als auch Beckenschiefstellungen, Skoliosen und Blockaden in der Wirbelsäule und den Gelenken können so sehr wirkungsvoll behandelt werden.

Unsere Wirbelsäule ist ein sensibles und doch so sehr belastetes Organ.
Jeder dritte Deutsche leidet unter Rückenschmerzen.

Als Ursache für ihre Beschwerden bekommen die Patienten oft zu hören, dass ihre Bandscheiben abgenützt seien. Dieter Dorn: „Wenn sich Körperteile abnützen würden, müssten ganz zuerst unsere Hände und Finger daran glauben...“

Die Dorntherapeuten gehen von einer Subluxation aus, d.h. einer Verschiebung oder Verkantung der Wirbel und Gelenke. Subluxationen sind sehr häufig - oft bestehen sie jahrelang ohne Symptome zu bereiten. Am Gelenk selbst führt dies zur Abnutzung (nicht durch Alter oder Belastung, eher durch Fehlstellung und somit Fehlbelastung).

Des weiteren führen Subluxationen zu Fehlstellungen im gesamten Stützapparat. So kann eine Beinlängendifferenz auf Grund einer Subluxation im Hüft-, Sprung- und Kniegelenk den gesamten Beckenbereich verschieben. Das längere Bein schiebt seine Beckenschaufel nach oben und es kommt zum Beckenschiefstand, zu Ischialgien, Skoliosen, Schmerzen,...

Die Bänder, die normalerweise die Gelenke in ihrer Position halten, sind überlastet und ausgeleiert, wie ein altes Gummiband.
Verschiedene Körperteile und Organe stehen in enger Wechselbeziehung zu unserer Wirbelsäule - und das nicht nur durch ihre nervale Verbindung.
So können sich Krankheiten der Organe als Störung an der Wirbelsäule bemerkbar machen, aber auch Verschiebungen der Wirbelkörper und verhärtete Muskelpartien im Bereich der Wirbelsäule führen zur Nervenreizung sowie zum Blut-, Lymph- und Energiestau und könnten somit die Ursache für Organschäden sein.
Bei richtiger Behandlung sind diese Schäden reversibel.

Durch die Sprache, die der Körper spricht (innere Haltung = äußere Haltung) , lernen Sie außerdem darauf zu achten, wie Sie im Leben stehen bzw. wie Sie durchs Leben gehen. Wenn Ihnen das bewusst wird, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Haltung neu auszurichten.

Drücken statt Strecken

Die Behandlung ist ein dynamischer Prozess, d.h. der Patient arbeitet aktiv mit. Ein ruhender Knochen lässt sich nicht bewegen, man kann ihn nur in der Bewegung korrigieren.
Die Wirbel werden durch seitlichen Druck auf die Dornfortsätze eingerichtet. Das geschieht sehr sanft und verlangt vom Therapeuten ein großes Fingerspitzengefühl.

Mit der Bewegung der Dornfortsätze bewegen sich auch die Wirbel und die Bandscheiben werden mitgewalkt - ähnlich wie beim Laufen. Vorteil: die Bänder, welche die Gelenke und Wirbel an ihrem Platz halten, werden nicht gedehnt und nicht überdehnt. Man kann also die Methode laufend nachfolgen lassen, wogegen das beim Strecken (Chiropraktik) nicht der Fall ist.
Der Chiropraktiker streckt die Wirbelsäule ruckartig, was den Wirbel wieder an seinen Platz bringen/zwingen soll. Wenn man laufend streckt, dann dehnen sich die Bänder immer mehr und halten letztlich gar nichts mehr zusammen.
Der Dorntherapeut arbeitet direkt am betroffenen Wirbel.


Die Breuß-Massage
...ist eine selbständige Therapieform, die sich ideal mit der Dorn-Methode ergänzt. Die Wirbelsäule wird in ihrer Gesamtheit sanft gestreckt.
Die Bandscheiben, die bei Fehlstellung stark komprimiert werden, haben jetzt die Möglichkeit, sich mit Flüssigkeit zu füllen und ihre stützende und federnde Funktion wieder zu übernehmen. Da sie eine Massage ist, bewirkt sie eine Entgiftung der Schlackenstoffe, die sich zwischen den Wirbelgelenken befinden. Es begünstigt die Durchblutung, was zur besseren Sauerstoffversorgung des Gewebes führt.


Nach dem Einrichten der Wirbel und des Beckens kann es für drei Tage bis zu einer Woche zu muskelkaterartigen Schmerzen kommen.

Größere Anstrengungen und Stretching-Übungen sollten nach der Behandlung für ein paar Tage vermieden werden, bis sich das Gewebe, die Sehnen und Bänder neu gestrafft haben, um die Gelenke nun in ihrer „richtigen“ Position halten zu können.

Außerdem sollten Sie in den Tagen nach der Behandlung ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, um die gelösten Schlackenstoffe auszuschwemmen.

In der ersten Zeit sind vielleicht mehrere Behandlungen erforderlich, denn die Muskulatur und der Bandapparat müssen sich erst auf die neue Situation einstellen. Das geht nicht von heute auf morgen. So sind zu Beginn zwei bis drei Behandlungen im Abstand von ein bis zwei Wochen nötig. Die Abstände werden danach immer größer, wenn die Wirbelsäule stabiler wird. Sie können den Prozess unterstützen, indem Sie die Übungen, die Sie von mir bekommen, regelmäßig ausführen.



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